Ausbildung Digitalfunk


23.05.2013

Die derzeit bestehenden analogen Funknetze haben ihre Wurzeln in den 50er-Jahren und sind technisch veraltet und störanfällig. Sie können die wachsenden Anforderungen der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdiensts nicht mehr erfüllen und stoßen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Die heutigen technischen Möglichkeiten der mobilen Kommunikation sowie der Datenübertragung können mit dem Analogfunksystem nicht mehr umgesetzt werden. Darüber hinaus lassen die Hersteller die Produktion und Entwicklung von Analogfunktechnik auslaufen, ihre Instandhaltung wird somit immer schwieriger und teurer.

 

Daher ist der Ersatz in Form eines modernen und leistungsfähigen Digitalfunknetzes für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zwingend notwendig. Dabei werden die drei bislang unabhängig voneinander betriebenen Analogfunknetze der verschiedenen Organisationen in einem Netz integriert. Dies führt zu einer optimalen Nutzung der Ressourcen.

Es wird ein gemeinsames Digitalfunknetz für alle Einsatzkräfte errichtet.

 

Zum Dienstabend, am Donnerstag den 23.05.2013, fand eine erste Einweisung für den Umgang mit digitalen Funkgeräten statt.

Da nun alle Fahrzeuge mit der digitalen Funktechnik ausgestattet sind, muss auch den Kameraden der Feuerwehr Sangerhausen das Grundprinzip und die Handhabung näher gebracht werden.

 

Der theoretische Teil umfasste die neuen Netzstrukturen – es ist kein Funken wie bisher sondern eher „Handytelefonieren in Gruppen“. Die Netzinfrastruktur ist mit Mobiltelefonnetzen vergleichbar – somit müssen sich die Feuerwehren auf neue Technik, neue Bedienung und neue Bezeichnungen einstellen.

Im praktischen Teil wurden die neuen Funktionen mit Handfunkgeräten ausprobiert. Funken, Rufgruppenwechsel, Notrufe … viele Funktionen sind neu – nur das Sprechen bleibt.

 

In den nächsten praktischen Ausbildungen wird nur noch mit dem digitalen Funkgeräten gearbeitet, um den Umgang bis zur endgültigen Umstellung zu vertiefen. Ebenfalls dient dies dazu, die Grenzen und Reichweiten der neuen Technik zu testen.

 

Grundsätzlich bietet der Digitalfunk trotz seiner für die Kommunen kostenträchtigen Einführung viele Vorteile. Fahrzeuge und Einsatzkräfte müssen zwar mit komplett neuen

Geräten ausgestattet werden, doch die sehr gute und gleichbleibende Sprachqualität, die noch dazu keinerlei Verluste in der Reichweite mit sich bringt, tröstet hier über vieles hinweg. Außerdem bietet der Digitalfunk durch Verschlüsselung Sicherheit gegen Abhören. Mit der neuen Technik hören nicht mehr alle den kompletten Funkverkehr. Die Einsatzleiter müssen gezielt einzelne Teilnehmer (Truppführer, Atemschutzgeräteträger) oder auch Gruppen anfunken.

Handsprechfunkgerät Sepura
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Handsprechfunkgerät Motorola EX-Geschützt
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