Wie wird die Freiwillige Feuerwehr Sangerhausen alarmiert?

Die Freiwillige Feuerwehr Sangerhausen besteht aus freiwilligen, ehrenamtlichen Einsatzkräften. Diese führen ein „normales“ Alltagsleben wie jeder andere Bürger auch. Dadurch müssen die Einsatzkräfte über einen Einsatz ohne Zeitverzug informiert werden.
In Sangerhausen sind alle aktiven Einsatzkräfte mit Funkmeldeempfängern ausgestattet, so dass 99 Prozent aller Einsätze über eine „stille Alarmierung“ erfolgen kann. Das heißt sie werden über Funkmeldeempfänger alarmiert, was in der Regel von der Bevölkerung nicht wahrgenommen wird. Daraufhin verlassen die Angehörigen der Feuerwehr unverzüglichen ihren momentanen Standpunkt, sei es Arbeitsplatz, Geburtstag, Gartenarbeit oder sonstiges. Bei wenigen sowie Personalintensiven und sehr kritischen Einsatzlagen erfolgt die Benachrichtigung der Einsatzkräfte, zusätzlich zur stillen Alarmierung, über Sirenenalarmierung.

Interessant zu wissen ist auch, dass die Einsatzkräfte verpflichtet sind nach einer Alarmierung sich unverzüglich zum Gerätehaus zu begeben.

 

Funkmeleempfänger

Ein Funkmeldeempfänger (Abkürzung FME für Funkmeldeempfänger oder DME für Digitaler Meldeempfänger; weitere Bezeichnungen: Pager, Pieper, Piepser, Melder) ist ein kleiner tragbarer Funkempfänger, der im Rahmen des Funkrufdienstes üblicherweise zu Alarmierungszwecken sowie zur Nachrichtenübermittlung an Personen eingesetzt wird.

Entsprechend der Bauart des Senders gibt es digitale und analoge Empfänger

 

Analogen FME

 Die analogen FME sind zur Zeit bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) noch sehr weit verbreitet.

Um diese FME auf einem bestimmten Kanal zu betreiben, erfordert es nicht viel an Infrastruktur. In den meisten Fällen ist der Alarmierungskanal gleich dem Sprachkanal der zuständigen Leitstelle (meistens im 4m-Band). Somit muss lediglich die entsprechende 5-Ton-Folge auf den Träger moduliert werden und der entsprechende Pieper wird alarmiert.
Aus diesem Prinzip ergibt sich allerdings auch ein gravierender Nachteil:
In Funknetzen, in denen eine große Anzahl an Fahrzeuge zu disponieren ist, kann es schnell zu einer Überlastung des Kanals kommen, da eine solche Alarmierung ungefähr 20-30 Sekunden Sprachzeit in Anspruch nimmt. Somit steht der Kanal für diese Zeit anderen Fahrzeuge nicht zur Verfügung, was zum Beispiel eine Notarzt-Nachforderung unnötig verzögert.
Auch haben die wenigsten analogen Melder technisch Bedingt einen Feldstärkealarm, somit kann dessen Besitzer schnell in ein Funkloch geraten und daher eine Alarmierung verpassen. Eine solche Funktion muss auch von dem entsprechenden Funknetz gestellt werden, was in Deutschland nicht der Fall ist

Ein weiteres Problem der Analogen Funkalamierung und Technik ist die Tatsache, das Informationen hier im Klartext und für jede mit entsprechendem Equipment ausgestatteten Person abgehört werden können (z.B. Name und Adresse eines Notfallorts o.ä.). Dies ist in der Digitalen Funktechnik weitestgehend nur noch erschwert machbar, teilweise nach heutigem technischen Stand nicht möglich (abhörsicher).

 

Digitale FME

 Die digitalen FME (auch: DME für Digitaler Melde-Empfänger) werden in der Regel auf einem anderen Kanal (vorwiegend 2m-Band) betrieben, so dass ein großer Nachteil der analogen FME, die Kanalbelegung, entfällt.

Auch ist die Zeit, die zum Alarmieren an sich benötigt wird, ungleich kürzer: Nach dem Ansprechen des RIC (Radio Identification Code) des Piepers werden je nach Betriebsart entweder eine Kurzmitteilung (ähnlich einer SMS) oder nur einige Codier-Bits übertragen. Die Codier-Bits lösen dann eine auf dem Melder hinterlegte Sprachdatei aus (z.B. Probealarm oder Brandeinsatz). Auch eine Kombination beider Arten ist denkbar.
Durch die Tatsache, dass die auf dem Melder hinterlegten Sprachdateien in einer sehr guten Qualität sind, ist eine verzerrte Übermittlung ausgeschlossen und ein klarer Einsatzbefehl hörbar.
In vielen Funknetzen ist zusätzlich eine Feldstärke-Anzeige freigeschaltet. Diese ermöglicht es dem Benutzer festzustellen, wann er sich in einem Funkloch befindet, in dem eine zuverlässige Alarmierung nicht mehr gewährleistet ist.
Neuere DMEs verfügen über die Option, eine Art Rückruf oder Bestätigung ans Netz zurückzusenden, sodass bei der Alarmierung der Disponent auf der Leitstelle direkt die Effizienz der Alarmierung abschätzen kann.


Funktionsweise

Ein FME empfängt ununterbrochen auf einer bestimmten Frequenz, welche meistens mit einem Quarz festgelegt wird, und wird beim Empfang eines genau definierten Codes aktiviert. Dieser Code wird in der Regel als 5-Ton-Folge übertragen. Diese 5-Ton-Folge orientiert sich am ZVEI-Standard. Wird die einprogrammierte 5-Ton-Folge empfangen, gibt der Empfänger, je nach Bauart, zur Signalisierung einen Alarmton ab (daher auch der Name Piepser) oder aktiviert einen Vibrationsalarm und zeigt gegebenenfalls eine empfangene Meldung an oder gibt eine empfangene Nachricht über einen Lautsprecher wieder. Zur Übermittlung wird im Allgemeinen im digitalen Funknetz das POCSAG-Protokoll bzw. im analogen Funknetz eine simple Sprachdurchsage verwendet.

Während die Sender in öffentlichen Netzen sowohl die Kennung als auch die Nachricht an einen bestimmten Empfänger sendet, werden in manchen Netzen nur die Kennungen an ein bestimmten Empfänger geschickt. Die Nachricht selbst können dann theoretisch alle bekommen. Die Kennung schaltet im zweiten Fall nur den Empfangsteil des FME ein, sodass praktisch auch nur der bestimmte Empfänger oder Empfängergruppe diese Nachricht erhält. Mit freigeschalteten FME hört man dann jede Nachricht im Empfangsbereich des Senders mit. Die zweite Art wird beispielsweise bei den Feuerwehren in Niederösterreich und anderen Bundesländern zur Alarmierung verwendet.

 

Sirenenalarmierung

Eine zweite Methode ist die laute Alarmierung über eine oder mehrere im Ort installierte Sirenen. Es gibt vereinzelt Städte, die nicht mehr über Sirenen alarmieren, diese Städte sind jedoch Ausnahmen. 80 % aller Kommunen in Deutschland benutzen für die Alarmierung ihrer Einsatzkräfte zusätzlich Sirenen. In Österreich hingegen wird bei Feuerwehren mit höherer Einsatzfrequenz in den meisten Fällen nicht mehr mit Sirene alarmiert, um einer Lärmbelästigung der Bevölkerung aus dem Weg zu gehen. Allerdings gehen auch manche Feuerwehren den entgegengesetzten Weg und lassen die Sirene bewusst auslösen, um der Bevölkerung zu zeigen, dass die Feuerwehr wieder unterwegs ist. Die Sirenen werden von der Leitstelle über Funk, durch eine 5stellige Tonfolge ausgelöst, in seltenen Fällen geht dies auch vom Feuerwehrhaus selbst, wo oft auch auf der Außenseite des Hauses ein Druckknopfmelder angebracht ist. Allerdings sollte man nach Auslösen des Druckknopfmelders vor Ort bleiben, um den Kameraden der Feuerwehr mitzuteilen, was los ist.

 

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